Gabriel es laut Spiegel online für eine bekloppte Idee hält, dem Vorschlag der Bundesbank zu folgen, spricht doch einiges dafür. Findet auch die Altersforscherin Prof. Dr. Ursula Staudinger von der Columbia University in New York, die u.a. die Bundesregierung in Altersfragen berät. Schließlich seien ältere Menschen heute geistig und körperlich in einer sehr guten Verfassung. Eine Arbeits-Verpflichtung einzugehen halte uns fit und beweglich. Wir könnten allerdings nicht einfach die Arbeitszeit verlängern, ohne die Arbeitsbedingungen zu verändern. Ältere bräuchten einen häufigeren Wechsel zwischen Aktivität und Erholung, die Batterien müssten häufiger aufgeladen werden. Dann liefen sie aber hervorragend.Sie leitet daraus folgende Forderungen ab:
- Berufstätige sollten möglichst nicht ihr Leben lang exakt die gleiche Arbeit ausführen.
- Arbeit sollte im Verlauf eines Berufslebens häufiger unterbrochen werden.
- Lebenslange Arbeitskonten sollten eingerichtet werden: Die Mehrarbeit, die jeder leistet, wird auf ein Konto eingezahlt. Wer durch Job, Kinder, alte Eltern belastet ist, kann sich Auszeiten leisten oder flexibler arbeiten. Und geht dafür später in Rente. So bleibt in jüngeren Jahren mehr Zeit für Familie, Freunde und Weiterlernen.
Wichtig sei auf jeden Fall, dass die Arbeit nicht nur bewältigbar ist, sondern dass man dabei auch gesund bleibt (mehr Info dazu in BrigitteWIR, 4/2016 und 2/2016).
In Dänemark ist die Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre übrigens bereits beschlossene Sache. Der Renteneinstieg ist an die Lebenserwartung gekoppelt, die Dauer der Rente auf 15 Jahre festgelegt, davor wird gearbeitet.
Die grüne Rentenkommission hat neue Vorschläge entwickelt; wer mit den Grünen Alten darüber diskutieren will, kann das Z.B. am 5.9.16 ab 18 Uhr mit uns tun (Geschäftsstelle Burchardstraße 21, K2). Das Thema wird uns im Wahlkampf sicherlich begleiten.
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